Winzer liegt im Osten Niederbayerns, im Landkreis Deggendorf, nahe der Donau. Der Ort erstreckt sich über eine hügelige Landschaft mit dem markanten Burgberg, auf dem einst eine Burg stand. Die Gemeinde gliedert sich in mehrere Ortsteile wie Ober-, Mittel- und Unterwinzer, die sich entlang alter Handelswege und der Flussniederung verteilen.
Die Geschichte Winzers reicht bis in frühgeschichtliche Zeiten zurück, doch die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1005 unter dem Namen *Uuincira*, was auf Weinbau hindeutet. Im Mittelalter wurde der Ort von Adelsgeschlechtern wie den Puchbergern geprägt, die hier eine Burg errichteten und dem Markt durch Handelsprivilegien Aufschwung verliehen. Nach dem Aussterben der Puchberger ging der Besitz an die Schwarzenberger und später an den bayerischen Kurfürsten über. Im 18. Jahrhundert zerstörten Kriegswirren die Burg, doch der Ort entwickelte sich weiter, etwa durch das Korbmacherhandwerk, das den Bewohnern neue Erwerbsmöglichkeiten bot.
Heute ist Winzer vor allem für seine historische Burgruine und die Kirche St. Georg bekannt. Die Sternwarte Winzer und das Ziegel- und Kalkmuseum Flintsbach ziehen Besucher an. Im Wappen erinnert eine Weintraube an den einst blühenden Weinbau, während drei Halbmonde die Verbindung zu den Puchbergern symbolisieren. Die Partnerschaft mit der tschechischen Gemeinde Velhartice unterstreicht die grenzüberschreitende Verbundenheit.