Mancha Real liegt in Andalusien, eingebettet zwischen dem Fluss Guadalquivir im Norden und den sanften Hängen der Sierra Mágina im Süden. Die Gemeinde erstreckt sich über eine Olivenlandschaft, die sich allmählich zu bewaldeten Hügeln erhebt, während im Osten die Ausläufer der Metropolregion von Jaén beginnen. Am Ufer des Guadalquivir findet sich die Siedlung Sotogordo, die im letzten Jahrhundert entstand. Im Norden grenzt sie an Begíjar, im Süden an Pegalajar, im Westen an mehrere Gemeinden wie Villatorres und La Guardia de Jaén und im Osten an Orte wie Baeza und Jimena.
Die Gründung der Ortschaft geht auf eine königliche Verfügung zurück, die zunächst von Johanna von Kastilien erlassen und später von Karl I. bestätigt wurde. Anfangs unterstand sie der Stadt Jaén und trug den Namen La Manchuela de Jaén. Erst unter Philipp II. erlangte sie ihre Unabhängigkeit von der Hauptstadt. Eine besondere Wendung nahm die Geschichte 1653, als die Stadtrichter beschlossen, den Ort zu Ehren eines Besuchs von Philipp IV. in Mancha Real umzubenennen.
Die Wirtschaft des Ortes ist geprägt von der Landwirtschaft, insbesondere dem Olivenanbau, aber auch von handwerklichen und industriellen Betrieben wie der Herstellung von Holzmöbeln und Landwirtschaftsmaschinen. Bekannt ist Mancha Real zudem für Persönlichkeiten wie den Flamenco-Gitarristen Pepe Justicia und den Mittelstreckenläufer Juan de Dios Jurado.