Morcín liegt im Süden Asturiens, eingebettet zwischen Bergzügen am Fluss Río Caudal. Der höchste Gipfel ist der Pico Gamonal mit über 1700 Metern. Durch das Gebiet fließen mehrere Flüsse, darunter der träge Río Morcín, der der Gemeinde ihren Namen gegeben haben könnte. Die Wälder sind dicht mit Eichen, Buchen und Kastanien bewachsen, während in den Tälern Apfelplantagen gedeihen.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung stammen aus der Steinzeit, wie Funde in Höhlen belegen. Später hinterließen Etrusker, Griechen und vor allem die Römer ihre Spuren, die hier Bodenschätze abbauten und trotz Widerstands eine Kolonie errichteten. Im Mittelalter spielte der Ort eine Rolle in den Kämpfen gegen die Mauren, als sich hier Kämpfer um Pelayo sammelten. Ein bedeutender Fund aus dieser Zeit ist ein christliches Epitaph, das auf dem Monsacro entdeckt wurde.
Heute ist Morcín bekannt für seinen traditionellen Käse Afuega’l pitu und beherbergt ein Milchmuseum. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen mittelalterliche Kapellen auf dem Monsacro und ein alter Wachturm in Peñerudes. Die Gemeinde pflegt Partnerschaften mit Orten in Kuba, der Westsahara und Frankreich.