Nottuln liegt im Münsterland, eingebettet in die sanften Hügel der Baumberge, etwa auf halber Strecke zwischen Münster und Coesfeld. Die Gemeinde grenzt an Orte wie Billerbeck, Havixbeck und Dülmen und ist über die Bundesautobahn 43 an das überregionale Verkehrsnetz angebunden. Mit seinen fünf Ortsteilen und zahlreichen Bauerschaften erstreckt es sich über ein ländlich geprägtes Gebiet, das von alten Höfen und weiten Feldern geprägt ist.
Die Wurzeln Nottulns reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, doch seine erste urkundliche Erwähnung fällt in die Zeit des Bischofs Liudger, als eine Pfarrkirche entstand. Der Name deutet auf einen Ort hin, der einst von Nussbäumen geprägt war. Ein Damenstift, das später zu einem freiweltlich-adeligen Stift umgewandelt wurde, prägte über Jahrhunderte das geistliche und kulturelle Leben. Nach einem Brand im 18. Jahrhundert erhielt der Stiftsbezirk unter der Leitung von Johann Conrad Schlaun ein barockes Gepräge, das bis heute sichtbar ist.
Heute ist Nottuln bekannt für seinen historischen Stiftsbezirk mit barocken Gebäuden aus Baumberger Sandstein und die katholische Pfarrkirche St. Martinus, die nach dem Brand eine markante Zwiebelhaube erhielt. Der traditionelle Martinimarkt um den 11. November zieht jedes Jahr Besucher an. In den Ortsteilen wie Darup und Schapdetten finden sich weitere historische Kirchen, darunter die Wallfahrtskapelle „Zum Heiligen Kreuz“ und die Pfarrkirche St. Bonifatius. Die Gemeinde verbindet damit ländliche Idylle mit kulturellen Schätzen und lebendigen Traditionen.