Coesfeld liegt im westlichen Münsterland, etwa 35 Kilometer westlich von Münster. Ein Teil des Stadtgebiets erstreckt sich in den Baumbergen, wo die Berkel entspringt und durch die Stadt fließt. Südlich von Coesfeld befindet sich der Naturpark Hohe Mark-Westmünsterland. Die Stadt ist von einer Mischung aus Sand- und Lehmböden geprägt, die sich auf die Landwirtschaft und die regionale Kultur auswirkten.
Die erste schriftliche Erwähnung Coesfelds stammt aus dem 9. Jahrhundert, als Liudger, der erste Bischof von Münster, in der St.-Lamberti-Kirche predigte. Im 12. Jahrhundert erhielt Coesfeld das Stadtrecht und löste sich damit aus der Abhängigkeit des nahegelegenen Klosters Varlar. Die Stadt entwickelte sich zu einem wichtigen Handels- und Handwerkszentrum im Münsterland.
Coesfeld ist bekannt für sein historisches Stadtbild mit dem Walkenbrückentor, das die Berkel staut. Die Stadt bewahrt zudem ihre Verbindung zur regionalen Geologie, da in ihren Böden reichhaltige Fossilienfunde aus der Kreidezeit gemacht werden. Persönlichkeiten wie der heilige Ludgerus und die edle Frau Reimodis prägten die frühe Geschichte der Stadt.