Dülmen liegt im südlichen Münsterland, eingebettet zwischen den Baumbergen im Nordosten und den Borkenbergen im Süden. Die Stadt wird vom Naturpark Hohe Mark-Westmünsterland umgeben und ist Teil des Kreises Coesfeld in Nordrhein-Westfalen. Südlich fließt die Lippe, während der Dortmund-Ems-Kanal östlich verläuft. Mit etwa 185 Quadratkilometern ist sie die flächenmäßig größte Stadt des Kreises und zählt rund 48.000 Einwohner.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Dülmen im Jahr 889 als „Dulmenni“ im Heberegister des Klosters Werden. Im Mittelalter erhielt die Siedlung 1311 Stadtrechte und entwickelte sich zu einem wichtigen Handelsort, unter anderem durch die Mitgliedschaft in der Hanse. Prägend waren auch die landesherrliche Burg Haus Dülmen, das Gogericht zur Greinkuhle und das Stiftskapitel an der Pfarrkirche St. Viktor. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt die Stadt schwere Zerstörungen, doch nach dem Krieg erholte sie sich langsam.
Heute ist Dülmen vor allem für seine Dülmener Wildpferde bekannt, die in der Region leben. Die Stadt beherbergt zudem das Grab der Mystikerin Anna Katharina Emmerick, deren Bedeutung über die Stadtgrenzen hinausreicht. Mit einem ausgedehnten Radwandernetz und der Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte und Gemeinden lockt Dülmen Ausflügler aus dem nahen Ruhrgebiet an.