Nürnberg liegt im fränkischen Becken zu beiden Seiten der Pegnitz, die im Nordosten entspringt und das Stadtgebiet durchfließt, bevor sie in Fürth mit der Rednitz zur Regnitz wird. Im Norden und Nordwesten prägen die Anschwemmungen des Flusses die Landschaft, während sich im Süden, Osten und Norden der ausgedehnte Reichswald erstreckt. Im Norden liegt das fruchtbare Knoblauchsland, ein wichtiges Gemüseanbaugebiet, und im Nordosten erhebt sich die Fränkische Schweiz mit ihren Mittelgebirgszügen. Die Stadt grenzt an Erlangen, Schwabach und Fürth sowie an mehrere Landkreise wie den Nürnberger Land und Roth.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Nürnberg im 11. Jahrhundert, doch seine Blütezeit begann 1219 als freie Reichsstadt des Heiligen Römischen Reiches. Die mittelalterliche Altstadt galt vor den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg als eine der bedeutendsten Europas. Viele Bauwerke, darunter die Burg und die Stadtmauer, wurden originalgetreu wiederaufgebaut, sodass die Altstadt heute zu den bekanntesten mittelalterlichen Denkmalszonen zählt. Die Stadt war Schauplatz historischer Ereignisse wie der Verabschiedung der Nürnberger Gesetze und später der Nürnberger Prozesse, die ihr den Titel „Stadt der Menschenrechte“ einbrachten.
Nürnberg ist geprägt von seiner mittelalterlichen Architektur, darunter die Burg und die fast vollständig erhaltene Stadtmauer, die entlang der Historischen Meile verlaufen. Überregional bekannt ist der Christkindlesmarkt, einer der berühmtesten Weihnachtsmärkte der Welt. Wirtschaftlich spielt die Stadt eine zentrale Rolle durch ihre Messe, die Spitzentechnologie und Industrieproduktion. Zudem beherbergt sie bedeutende Museen wie das Germanische Nationalmuseum und ist Sitz mehrerer Bundesbehörden.