Schwabach liegt im mittelfränkischen Becken, eingebettet zwischen Wäldern im Süden, Westen und Norden, die teilweise als Bannwälder geschützt sind. Im Osten prägt die Talaue der Rednitz das Bild, ein europäisches Schutzgebiet. Die Altstadt erstreckt sich flach zu beiden Seiten der Schwabach, die kurz darauf in die Rednitz mündet. Im Norden wächst die Stadt mit Teilen Nürnbergs zusammen, während sie sonst vom Landkreis Roth umgeben ist.
Erstmals 1117 als *villa Suabach* erwähnt, entwickelte sich der Ort von einer alemannischen Siedlung am Fluss zu einem Markt und erhielt 1375 die Stadtrechte. Die Schwabacher Schrift, eine Variante der gebrochenen Schrift, entstand hier um 1470 und prägte später die Lutherbibeln. Im 16. Jahrhundert wurde Schwabach durch die Reformation geprägt, hier wurden 1529 die Schwabacher Artikel verfasst, die zur Confessio Augustana beitrugen. Nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg siedelten sich Hugenotten und Salzburgische Emigranten an, die das Stadtbild nachhaltig beeinflussten.
Die Altstadt ist noch von Teilen der mittelalterlichen Stadtmauer umgeben. Das Haus *Zur goldenen Gans* am Marktplatz zeugt von der einstigen Bedeutung als Poststation. Die *Alte Linde* erinnert an das 18. Jahrhundert, während die *Franzosenkirche* der Hugenotten erhalten blieb. Die Stadt ist Teil der Europäischen Metropolregion Nürnberg und verbindet fränkische Tradition mit moderner Wirtschaftsgeschichte.