Peiting liegt im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau, eingebettet zwischen Moränenhügeln wie Schlossberg und Kalvarienberg. Der Ort erstreckt sich nahe dem Ostufer des Lechs, während die Peitnach von Norden durch das Gemeindegebiet fließt und kurz darauf in den Lech mündet. Zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe verteilen sich in Weilern außerhalb des Ortskerns und prägen das ländliche Bild.
Der Name Peiting geht vermutlich auf das Adelsgeschlecht der Peutinger zurück, das sich bereits im frühen Mittelalter hier ansiedelte. Geschichtlich bedeutend war der Ort als Stammsitz der Welfen, deren Burg auf dem Schneckenbichl einst das Zentrum ihrer Herrschaft bildete. Nach dem Aussterben der Welfenlinie im 12. Jahrhundert erhielt Peiting 1438 das Marktrecht, das trotz Widerstands aus Schongau bestätigt wurde. Im Dreißigjährigen Krieg und in späteren Konflikten wurde der Ort mehrfach geplündert und zerstört.
Heute ist Peiting vor allem für seine landschaftliche Schönheit und historische Spuren bekannt. Das Museum im Klösterle und die Villa Rustica zeugen von der reichen Vergangenheit. Persönlichkeiten wie der Extrembergsteiger Michael Dacher oder der Kirchenhistoriker Placidus Braun stammen aus Peiting. Die Gemeinde pflegt eine Partnerschaft mit Calvi dell’Umbria in Italien und bewahrt mit dem Peitnach-Fluss sowie den umliegenden Hügeln ihren bayerisch-dörflichen Charakter.