Steingaden liegt im Alpenvorland an der Grenze zwischen Oberbayern und dem Allgäu. Die Illach durchfließt das Gebiet von Ost nach West und mündet weiter nördlich in den Lech, der im Westen der Gemeinde zum Lechstausee Urspring aufgestaut wird. Ein Badesee namens Bismarckweiher befindet sich am nördlichen Ortsrand. Nächste größere Städte sind Füssen, Kaufbeuren und Garmisch-Partenkirchen.
Der Ort entstand durch ein Prämonstratenserkloster, das 1147 von Welf VI. gegründet und 1803 säkularisiert wurde. Früher gehörte Steingaden zur Hofmark des Klosters, während umliegende Orte wie Fronreiten, Lauterbach und Urspring eigene Gemeinden wurden. 1939 schlossen sie sich zu Steingaden zusammen, das sich 1978 mit weiteren Gemeinden zu einer Verwaltungsgemeinschaft verband.
Steingaden ist bekannt für seine beiden bedeutenden Bauwerke: die Wieskirche, eine UNESCO-Weltkulturgut-Rokoko-Kirche der Brüder Zimmermann, und das Welfenmünster, eine ehemalige Prämonstratenserkirche aus dem 12. Jahrhundert. Regelmäßige Konzerte in der Wieskirche und im Welfenmünster prägen das kulturelle Leben. Die Gemeinde lebt heute vor allem von Landwirtschaft und Tourismus, unterstützt durch Bildungseinrichtungen wie eine Grund- und Mittelschule sowie eine Landvolkshochschule.