Peißenberg liegt im oberbayerischen Alpenvorland, eingebettet zwischen dem Hohen Peißenberg und dem Guggenberg am linken Ufer der Ammer. Die Landschaft ist ländlich geprägt und gehört zum Pfaffenwinkel, einer Region mit traditionell kirchlichem Einfluss. Der Ort besteht aus zwei größeren Teilen, die durch eine Bergehalde getrennt sind: dem nördlichen Dorf und dem südlichen Wörth.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Bronze- und Hallstattzeit zurück, später fanden sich römische Münzen und merowingische Reihengräber. Schriftliche Zeugnisse aus dem 11. Jahrhundert belegen die Verbindung zu Klöstern wie Benediktbeuern, das bereits im 10. Jahrhundert hier Besitzungen hatte. Der Bergbau prägte die Entwicklung entscheidend: Seit dem 16. Jahrhundert bekannt, wurde Pechkohle ab dem frühen 19. Jahrhundert systematisch abgebaut und machte den Ort zu einem Bergwerksdorf mit eigenen Stollen und Halden.
Heute erinnert das Bergbaumuseum an diese Ära. Der Markt ist durch seine beiden Bahnhöfe gut an das Schienennetz angebunden und pflegt partnerschaftliche Beziehungen zu französischen Gemeinden. Die geologische Besonderheit der Region zeigt sich in den kohleführenden Schichten nahe der Oberfläche, die einst den Abbau ermöglichten.