Bad Bayersoien liegt im oberbayerischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen, eingebettet in die Region Bayerisches Oberland. Der Ort schmiegt sich an den Bayersoiener See und ist von den Ammergauer Alpen umgeben, deren Naturpark in unmittelbarer Nähe beginnt. Als einzige Gemarkung des Ortes prägt ein malerisches Straßendorf mit zur Straße gewendeten Giebeln das Bild.
Erste Spuren im heutigen Gemeindegebiet finden sich in Einzelhöfen des 13. Jahrhunderts, doch seine Entwicklung nahm mit der Gründung des Ettaler Klosters 1330 Fahrt auf. Kaiser Ludwig der Bayer übertrug dem Stift umfangreiche Reichsbesitzungen, darunter mehr als die Hälfte der Höfe in Soyen. Die Bauern mussten Frondienste leisten, während an der wichtigen Handelsroute Via Imperii ein blühendes Dienstleistungsgewerbe entstand. Nach der Säkularisation 1803 ging der Besitz an den Staat über, und 1818 entstand die heutige Gemeinde. Seit 1968 darf sich der Ort Heilbad nennen.
Das Ortsbild wird von der barocken Pfarrkirche St. Georg geprägt, die auf eine spätmittelalterliche Vorgängerkirche zurückgeht. Einstige Salzfaktoren, die Bierlings, hinterließen mit ihrem Wohnhaus ein Museum, das Handwerk und Torfabbau zeigt. Der Bayersoiener See lockt als warmer Badesee, während die Ammerschlucht mit den Schleierfällen zur Naturerlebnislandschaft zählt. Die Echelsbacher Brücke, einst die weitestgespannte Melan-Bogenbrücke der Welt, wird derzeit durch einen Neubau ersetzt – ihr Bogen bleibt als Denkmal erhalten.