Rottenbuch liegt im bayerischen Oberland, umgeben von einer von Wäldern und Wiesen geprägten Landschaft. Die Gemeinde besteht aus mehreren Ortsteilen, darunter Schönberg, und erstreckt sich über eine Gemarkung, die sich beiderseits der Ammer ausdehnt. Mit seiner ländlichen Idylle und den sanften Hügeln des Voralpenlandes bildet der Ort einen ruhigen Kontrast zu den nahen Bergen.
Der Name Rottenbuch verweist auf eine frühe Rodung, die den Grundstein für Kloster und Ort legte. Bereits im 10. Jahrhundert lebten hier Einsiedler klosterähnlich zusammen, doch erst 1073 wurde das Kloster durch Herzog Welf IV. offiziell gegründet. Jahrhundertelang prägte das Kloster das Leben der Region, bis es 1803 aufgelöst wurde. Rottenbuch gehörte einst zu einer geschlossenen Hofmark, die auch benachbarte Orte wie Schönberg umfasste, und entstand nach der Säkularisation als eigenständige Gemeinde neu.
Heute ist Rottenbuch vor allem für sein ehemaliges Kloster bekannt, dessen Klosterkirche mit prächtigen Rokoko-Elementen und Fresken von Matthäus Günther beeindruckt. Der Ort lebt von Traditionen wie dem alljährlichen Kaltblut-Fohlenmarkt, der seit Jahrhunderten Pferdeliebhaber anzieht. Persönlichkeiten wie der Barockmaler Matthias Pussjäger oder der Philosoph Hans Rainer Sepp verbinden den Ort mit Kunst und Wissenschaft. Die umliegenden Wiesen und Wälder laden zu Spaziergängen ein und unterstreichen den Charme der oberbayerischen Kulturlandschaft.