Scuol liegt im Kanton Graubünden und ist Hauptort des Unterengadins. Der Ort erstreckt sich entlang des Inns und gliedert sich in Oberdorf und Unterdorf. Bekannt ist Scuol für seine über 25 Mineralquellen, die durch geologische Besonderheiten entstehen und als Heilquellen genutzt werden. Das Klima ist sonnig und trocken, geprägt durch die Abschirmung der umliegenden Bergketten.
Die Geschichte Scuols reicht bis in die Bronzezeit zurück, wie archäologische Funde belegen. Um 1095 wurde der Ort erstmals erwähnt und entwickelte sich zu einem bedeutenden Ort in der Region. Die heutige Kirche stammt aus dem 16. Jahrhundert und zeugt von der protestantischen Vergangenheit des Ortes. Im 17. Jahrhundert war Scuol zeitweise unter habsburgischer Herrschaft, bevor es sich von österreichischen Rechten freikaufte.
Scuol besticht durch seine gut erhaltenen Engadinerhäuser und historischen Bauwerke wie die St.-Georgs-Kirche. Die Mineralquellen und das sonnige Klima machen den Ort zu einem beliebten Kur- und Erholungsort. Die Kultur wird vom bündnerromanischen Vallader geprägt, das trotz sprachlicher Veränderungen weiterhin eine wichtige Rolle spielt.