Tösens liegt im Tiroler Oberland, wo sich das Inntal zu einer Engstelle verengt. Der Ort wird vom Tösner Bach durchflossen, der kurz darauf in den Inn mündet. Das Gemeindegebiet reicht von der Talsohle auf etwa 900 Metern Höhe bis zu den Gipfeln der Ötztaler Alpen, die über 3000 Meter aufragen. Neben dem Hauptort gehören mehrere kleine Siedlungen wie Egg und Mariastein dazu.
Erstmals erwähnt wurde Tösens im frühen 14. Jahrhundert, doch der Name könnte auf ältere Wurzeln zurückgehen. Im Mittelalter zählte der Ort zu den Besitzungen des Klosters Stams, und im 15. Jahrhundert wurde er von landesfürstlichen Beamten erfasst. Prägend war der Bergbau, der im 16. Jahrhundert begann und bis ins 20. Jahrhundert immer wieder aufgenommen wurde – vor allem wegen des Silbergehalts im Erz. Später wechselte Tösens den Gerichtsbezirk und gehört seit 1978 zu Landeck.
Die Landschaft um Tösens ist bekannt für ihre Schlucht, über die eine mittelalterliche Brücke führt, die in römischer Bauweise errichtet wurde. Die Pfarrkirche zum hl. Laurentius und die romanische Filialkirche St. Georg ob Tösens zeugen von der langen Geschichte. Heute ist der Ort Teil der Via Claudia Augusta und ein Ziel für Rafting-Touren. Die Freiwillige Feuerwehr, 1919 gegründet, spielt eine wichtige Rolle im Gemeinschaftsleben.