Serfaus liegt im Tiroler Oberen Gericht, hoch über dem Inntal auf einer sonnigen Talschulter. Die Gemeinde teilt sich diese Terrasse mit den Nachbarorten Fiss und Ladis. Über dem Ort erheben sich markante Gipfel wie der Furgler und das Schönjoch, während talauswärts der Kaunertaler Taleingang und die Ötztaler Alpen den Horizont prägen.
Frühe Spuren führen bis in die Bronzezeit zurück, doch der Ort wurde erst im elften Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Serfaus entwickelte sich zu einem bedeutenden Marienwallfahrtsort, dessen romanische Kirche auf das zehnte oder elfte Jahrhundert zurückgeht. Später prägten Bergbauern und Walser die Gegend, bis der Tourismus im 20. Jahrhundert zur wichtigsten Einnahmequelle wurde.
Heute ist Serfaus vor allem für sein Skigebiet und die unterirdische U-Bahn bekannt, die den Ort vom Individualverkehr entlastet. Historische Bauwerke wie die Wallfahrtskirche und die Burgruine zeugen von der langen Geschichte, während moderne Einrichtungen den Tourismus bedienen. Persönlichkeiten wie der Koch Paul Ivic stammen von hier.