Sundern liegt im Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen, eingebettet in eine bergige Landschaft des rechtsrheinischen Schiefergebirges. Die Flüsse Röhr und Sorpe durchziehen das Stadtgebiet, während im Westen der Sorpesee als Erholungsraum dient. Die Stadt wird von Bergen überragt, darunter der 648 Meter hohe Schomberg im Süden. Ein Großteil des Gebiets gehört zum Naturpark Sauerland-Rothaargebirge.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung finden sich in Ortsteilen wie Endorf, wo bereits im frühen 10. Jahrhundert ein bedeutender Hofverband bestand. Die Arnsberger Grafen besaßen Ländereien in Seidfeld, Amecke oder Hennighausen, die 1165 erstmals erwähnt wurden. Im Mittelalter entstanden Siedlungen wie Stockum, Hagen oder Sundern selbst, die später Stadtrechte erhielten. Sundern versuchte sich der Hanse anzuschließen, doch blieb dieser Anspruch umstritten. Bergbau und Eisenverhüttung prägten die Region, bis die Industrialisierung diese Wirtschaftszweige verdrängte. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts erlebte Sundern einen neuen Aufschwung durch metallverarbeitende Betriebe und die Nutzung der Wasserkraft.
Die Stadt besticht durch historische Bauwerke wie die Pfarrkirche, deren Schutzpatron der Evangelist Johannes ist – dargestellt im Stadtwappen. Museen wie das Heimatmuseum „Alte Kornbrennerei“ oder das Heinrich-Lübke-Haus in Enkhausen geben Einblick in die regionale Geschichte. Besonders sehenswert ist das Heimat- und Jagdmuseum Alte Schmitte in Endorf mit einem Besucherbergwerk. Die Partnerschaften mit Schirgiswalde, Benet oder Torfou zeigen internationale Verbindungen. Nach den Hochwassern 2021 und den Protesten gegen Rechtsextremismus 2024 steht Sundern für eine lebendige, weltoffene Gemeinschaft.