Berwang liegt versteckt in den Tiroler Alpen, wo das Berwanger Tal und das Rotlechtal aufeinandertreffen. Das Haufendorf breitet sich am Hang einer Kuppe aus, während die Ortsteile Brand, Mitteregg und Rinnen im benachbarten Rotlechtal zu finden sind. Der Älpelesbach durchfließt das Berwanger Tal, der Rotlech das Rotlechtal. Die Gemeinde gehört zum Bezirk Reutte und ist Teil des Gerichtsbezirks Reutte.
Der Name Berwang deutet auf eine frühe Besiedlung hin, denn er setzt sich aus „ber“ für Bären und „wang“ für Wiesenhang zusammen. Im 12. Jahrhundert erwarben die Herren von Starkenberg das Gebiet und gründeten hier Schwaighöfe. Später fiel es an Meinhard II. von Tirol, doch die Starkenberger rebellierten gegen Herzog Friedrich IV. und verloren ihre Besitzungen. Die erste Kirche entstand im 15. Jahrhundert, und Berwang wurde zur Kuratie erhoben. Wirtschaftlich war das Tal lange von Armut geprägt, bis der Fremdenverkehr im späten 19. Jahrhundert neue Möglichkeiten bot.
Heute prägen die katholische Pfarrkirche mit ihren mittelalterlichen Wurzeln und die Filialkirchen in Bichlbächle und Kleinstockach das Bild. Ein besonderes Bauwerk ist die Pension Bergheim, ein Werk des Architekten Siegfried Mazagg aus den 1930er Jahren. Der Tourismus hat die Gemeinde verändert, wobei die Übernachtungszahlen in Sommer und Winter fast gleichmäßig verteilt sind. Ein beliebtes Ausflugsziel ist die Wegebahn „Ans Ende der Welt“, die bis Mitteregg führt.