Bichlbach liegt im österreichischen Bundesland Tirol, eingebettet im Zwischentoren, einem Tal, das das Ehrwalder Becken mit dem Lechtal verbindet. Auf 1079 Metern Höhe erstreckt sich das langgezogene Straßendorf entlang der Wasserscheide zwischen Lech und Loisach. Zu den drei Ortsteilen gehören Lähn mit 1112 Metern und Wengle mit 1083 Metern, die alle in unmittelbarer Nähe zueinander liegen.
Die erste Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1300, als er als „Puechelpach“ – ein von Buchen umstandener Bach – urkundlich festgehalten wurde. Schon früh prägten Bergbau und Goldwäsche das Leben der Bewohner, später folgte der Abbau von Blei. Die Herren von Starkenberg und das Kloster Füssen förderten die Besiedlung, während eine Lawine im 15. Jahrhundert den Ort zerstörte und den Wiederaufbau als Lähn veranlasste. Die Zunft der Bauhandwerker, gegründet 1694, wurde zur bedeutendsten ihrer Art im Außerfern und prägte das wirtschaftliche und kulturelle Leben.
Heute ist Bichlbach vor allem für seinen Wintertourismus bekannt, der durch die Nähe zu Berwang und die Talstation der Almkopfbahn begünstigt wird. Die barocke Zunftkirche hl. Josef, eine der wenigen ihrer Art in Österreich, zeugt von der handwerklichen Tradition. Persönlichkeiten wie die Ski-Weltmeisterin Nicole Hosp und der einstige Priester Alois Zotz, der später als Journalist in Amerika wirkte, sind mit dem Ort verbunden. Die Gemeinde profitiert zudem von ihrer verkehrsgünstigen Lage an der Fernpassstraße und der Außerfernbahn.