Buchen liegt im Norden Baden-Württembergs, wo sich der Odenwald und das Bauland begegnen. Zwischen 250 und 500 Metern Höhe erstreckt es sich in der Metropolregion Rhein-Neckar, umgeben von den Großstädten Mannheim, Würzburg und Heilbronn. Der Ort grenzt im Norden an den Landkreis Miltenberg und ist Teil des Naturparks Neckartal-Odenwald sowie des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald. Der Obergermanisch-Raetische Limes durchzieht das Gemeindegebiet.
Erstmals taucht der Name im Lorscher Codex auf, als Bucheim im Jahr 773 oder 774 erwähnt wird. Schon in vorgeschichtlicher Zeit und zur Römerzeit war die Gegend besiedelt, etwa fünf Kilometer östlich verlief der „Vordere Limes“. Im Mittelalter gehörte Buchen zu Kurmainz und war bis 1973 Kreisstadt eines landwirtschaftlich geprägten Landkreises. Die Stadtrechte erhielt es im 13. Jahrhundert, und im 14. Jahrhundert bildete es mit anderen Städten den Neunstädtebund. Nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg und einem Stadtbrand 1717 prägten vor allem Markttraditionen und handwerkliche Tätigkeiten das Leben.
Heute besteht Buchen aus vierzehn Stadtteilen, darunter Bödigheim, Hainstadt und Waldhausen. Das Mainzer Tor und der Steinerne Bau zeugen von der mittelalterlichen Vergangenheit, während das Stadtbild durch die Folgen von Kriegen und Bränden geprägt ist. Ein besonderes Ereignis ist das alljährliche Rochusfest, das an eine Pestepidemie erinnert. Wirtschaftlich ist die Stadt durch mittelständische Industrie, Möbelhersteller und den Sitz des Müsliproduzenten Seitenbacher geprägt. Radwege wie der 3-Länder-Radweg und der Odenwald-Madonnen-Radweg verbinden Buchen mit der weiteren Region.