Walldürn liegt im Norden des Neckar-Odenwald-Kreises in Baden-Württemberg, eingebettet in den Naturpark Neckartal-Odenwald. Die Stadt grenzt im Norden an Orte des unterfränkischen Landkreises Miltenberg wie Schneeberg und Miltenberg, während sich im Uhrzeigersinn weitere Gemeinden des eigenen Kreises anschließen. Das Gebiet ist von waldreichen Hügeln und Tälern geprägt, die zu den Ausläufern des Odenwalds zählen.
Erstmals erwähnt wurde Walldürn im Jahr als turninu in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch. Die Entwicklung der Siedlung wurde maßgeblich von den Herren von Dürn geprägt, die hier Burgen errichteten und im 12. Jahrhundert zu einflussreichen Gefolgsleuten der Stauferkaiser aufstiegen. Nach dem Blutwunder von Walldürn im 14. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zu einem bedeutenden Wallfahrtsort, was ihr später den Beinamen einbrachte. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Herrschaft mehrfach, bis Walldürn schließlich Teil des Großherzogtums Baden wurde.
Heute ist Walldürn vor allem durch seine Wallfahrtsbasilika St. Georg bekannt, die das Zentrum der katholischen Tradition bildet. Die Stadt bewahrt zudem historische Bauwerke wie das Rathaus aus dem 15. Jahrhundert und die ehemalige Mainzer Kellerei. Die Eingemeindung umliegender Dörfer in den 1970er Jahren erweiterte das Stadtgebiet um mehrere Ortsteile. Kulturell verbindet Walldürn Partnerschaften mit französischen, thüringischen und ungarischen Städten, während die Landschaft des Odenwalds Wanderern und Naturliebhabern vielfältige Möglichkeiten bietet.