Seckach liegt im Norden Baden-Württembergs, wo sich die Landschaft zwischen Odenwald und Bauland abwechselt. Die Gemeinde grenzt im Uhrzeigersinn an Buchen, Osterburken, Adelsheim, Schefflenz und Limbach, alle ebenfalls im Neckar-Odenwald-Kreis. Durch das Gebiet fließt die Seckach, ein kleiner Fluss, der zur Jagst entwässert. Das Gemeindegebiet gehört zum Naturpark Neckartal-Odenwald und umfasst neben dem Hauptort auch die Ortsteile Großeicholzheim und Zimmern.
Die erste schriftliche Erwähnung von Seckach stammt aus dem Jahr 788 im Lorscher Codex. Im Mittelalter wechselte der Ort mehrfach die Herrschaft: Zunächst gehörte er zum Herzogtum Franken, später zum Kloster Seligental, dann zu Kurmainz und schließlich zum Fürstentum Leiningen, bevor er 1806 an Baden fiel. Großeicholzheim und Zimmern wurden erst 1972 mit Seckach zur heutigen Gemeinde zusammengeschlossen. Während Großeicholzheim früh reformiert wurde, blieben Seckach und Zimmern katholisch geprägt.
Besonders bekannt ist Seckach für seinen Skulpturenpark im Wald, der seit 1987 durch Bildhauertreffen entsteht und heute über 80 Werke umfasst. Die Gemeinde fördert damit Kunst und Kultur, etwa mit Freiluftkonzerten in der „Arena des Wahnsinns“. Ein weiteres Wahrzeichen ist das Steinkreuz mit der Schäferschippe, das einst die Grenze des Klosters Seligental markierte. Das Kinder- und Jugenddorf Klinge, gegründet nach dem Zweiten Weltkrieg, bietet heute Kindern ohne familiäres Zuhause eine neue Heimat.