Faggen liegt im Oberinntal, eingebettet zwischen den Bergen des Kaunergrats. Der Ort breitet sich vor allem auf dem Schwemmkegel des Faggenbachs aus, der aus dem Kaunertal kommt und sich hier in Arme teilt. Nördlich des Kernorts verteilen sich einzelne Weiler wie Unterfaggen oder Prutz. Die Gemeinde gehört zum Naturpark Kaunergrat und ist die kleinste im oberen Gerichtsteil des Oberinntals.
Erstmals erwähnt wurde Faggen im Jahr 1288 unter dem Namen Travakke, der möglicherweise auf eine keltische Bezeichnung zurückgeht. Ursprünglich gehörte der Ort zum Gerichtsbezirk Ried, bis dieser aufgelöst und Faggen 1978 dem Bezirk Landeck zugeordnet wurde. Wirtschaftlich war und ist die Gemeinde stark von der Landwirtschaft geprägt, doch viele Bewohner arbeiten außerhalb.
Besonders bekannt ist Faggen für seine barocke Tradition, die sich im Wirken des Bildhauers Anton Sturm widerspiegelt. Auch der österreichische Botschafter in Frankreich, Hubert Heiss, stammt von hier. Ein Wahrzeichen ist die Kapelle Maria Hilf in Unterfaggen, und das Gemeindewappen erinnert an die verzweigte Mündung des Faggenbachs in den Inn.