Zöblen liegt versteckt im Tannheimer Tal, das von der Vils durchzogen wird. Das kleine Haufendorf breitet sich auf einem Schwemmkegel aus und ist von Bergwiesen umgeben, die noch heute landwirtschaftlich genutzt werden. Nur wenige Gehöfte verteilen sich an den Hängen, während der Ort selbst eng bebaut ist. Mit seiner Nähe zu Tannheim konnte sich hier ein bescheidener Tourismus etablieren.
Die Geschichte Zöblens beginnt als Rodsiedlung im 14. Jahrhundert. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1399 als Gut Zobel. Damals lebten bereits 42 Menschen in sechs Haushalten. Lange gehörte Zöblen zu Tannheim, bis es 1835 eine eigenständige Gemeinde wurde. Der Name leitet sich von einem alten Familiennamen ab, der im Tal bis heute verbreitet ist.
Das Ortsbild prägen vor allem drei Sakralbauten: die Expositurkirche, die Lourdes-Kapelle und die Haldenkapelle. Wirtschaftlich lebt Zöblen vor allem vom Tourismus, wobei die Gastronomie eine besondere Rolle spielt. Das Gasthaus Morent genießt überregionale Bekanntheit als kleinstes Zweisterne-Restaurant Tirols. Die Gemeinde ist zudem Heimat bekannter Persönlichkeiten wie des Geologen Walter Besler und des Gründers der ersten katholischen Studentenverbindung Österreichs, Franz Xaver Schedle.