Hamm liegt im Norden des Ruhrgebiets und mitten in Westfalen, wo die Lippe von Osten nach Westen fließt und die Stadt in zwei Hälften teilt. Nördlich der Lippe erstrecken sich die sanften Hügel des Münsterlands, während südlich die fruchtbaren Hellwegbörden beginnen. Die Ahse, ein linker Nebenfluss der Lippe, durchzieht das Stadtgebiet und mündet im Osten in die Lippe. Mit einer Fläche von rund 110 Quadratkilometern und einer Ausdehnung von bis zu 22 Kilometern in Ost-West-Richtung ist Hamm eine der größeren Städte der Region.
Die Stadt wurde im 13. Jahrhundert als Planstadt gegründet, um die Macht der Grafen von der Mark zu festigen. Nach einem Konflikt mit dem Kölner Erzbischof, der in der Ermordung des Kirchenfürsten gipfelte, suchten viele Bewohner der zerstörten Stadt Nienbrügge eine neue Heimat und fanden sie an der Lippe. Der Name „Hamm“ geht auf eine alte Flurbezeichnung zurück und bedeutet so viel wie „Landzunge“. Im Mittelalter entwickelte sich die Stadt zu einem wichtigen Handels- und Gerichtsort, bis die Residenz der Grafen nach Kleve verlegt wurde.
Heute ist Hamm vor allem als Eisenbahnknotenpunkt bekannt, doch prägt auch das größte deutsche Oberlandesgericht das Stadtbild. Die Bergehalde Kissinger Höhe überragt mit über 110 Metern die Umgebung und bietet einen weiten Blick. In den sieben Stadtbezirken spiegelt sich die Vielfalt der Stadt wider, von historischen Ortskernen bis zu modernen Siedlungen. Die Lippe und ihre Nebenflüsse prägen die Landschaft, während der Kurpark und die Halden als grüne Lungen dienen.