Philippsburg liegt im Norden des Landkreises Karlsruhe in Baden-Württemberg, direkt am Rhein in der Oberrheinischen Tiefebene. Die Stadt wird von mehreren größeren Städten wie Mannheim, Heidelberg und Karlsruhe umgeben und ist vor allem als Standort des stillgelegten Kernkraftwerks Philippsburg bekannt.
Ursprünglich hieß der Ort Udenheim und wurde erstmals im Jahr 784 als Hiutenheim erwähnt. Im Mittelalter gehörte er zum Herzogtum Franken und später zum Hochstift Speyer, das ihn 1316 erwarb. 1338 erhob Ludwig der Bayer Udenheim zur Stadt, und ab 1371 diente es als Residenz der Speyerer Fürstbischöfe. Die heutige Festung Philippsburg wurde 1623 gegründet, um die Macht des Hochstifts gegen protestantische Nachbarn zu sichern. Im Dreißigjährigen Krieg und in späteren Konflikten wurde die Stadt mehrfach belagert und zerstört, bis sie schließlich 1803 an das Großherzogtum Baden fiel.
Heute besteht Philippsburg aus den Stadtteilen Huttenheim, Philippsburg und Rheinsheim. Die Stadt prägt vor allem die ehemalige Festung Philippsburg sowie militärische Anlagen aus der Zeit des Kalten Krieges, darunter das Sondermunitionslager Molzau mit seinem markanten Wachturm. Ein weiteres Wahrzeichen ist der jüdische Friedhof, der an die zerstörte Gemeinde während des Novemberpogroms 1938 erinnert. Die Umgebung mit dem Rhein und der Oberrheinischen Tiefebene bietet zudem landschaftliche Reize.