Rüthen liegt im Osten des Kreises Soest in Nordrhein-Westfalen, eingebettet zwischen dem Arnsberger Wald im Süden und dem Haarstrang im Norden. Die Möhne durchfließt das Stadtgebiet von Ost nach West und trennt die Kernstadt von den umliegenden Ortsteilen. Während die Möhne im Süden von bewaldeten Hügeln wie dem Wehberg begleitet wird, steigt das Gelände nördlich des Flusses sanft zur Soester Börde ab. Mit über 150 Quadratkilometern Fläche ist Rüthen die größte Gemeinde des Kreises und besteht aus der Kernstadt sowie vierzehn weiteren Ortsteilen.
Die Geschichte Rüthens reicht bis in die Steinzeit zurück, als Rentierjäger am Hohlen Stein Spuren hinterließen. Später entstand im Ortsteil Kneblinghausen ein römisches Lager, das auf frühe Kontakte zwischen Römern und Germanen hindeutet. Im Mittelalter entwickelte sich Rüthen zu einem wichtigen Verwaltungszentrum des Herzogtums Westfalen und erhielt 1200 die Stadtrechte. Die planmäßige Anlage der Stadt mit regelmäßigen Straßen um St. Johannes und unregelmäßigen Gassen um St. Nikolaus spiegelt noch heute diese Gründung wider. Als Hansestadt und Sitz kirchlicher Institutionen gewann Rüthen zeitweise erhebliche Bedeutung, bevor es sich im Spätmittelalter zu einer Ackerbürgerstadt wandelte.
Heute prägen historische Bauwerke wie die Pfarrkirche St. Gervasius und Protasius in Altenrüthen mit ihrem romanischen Turm das Stadtbild. Die Umgebung lockt mit Wanderwegen durch den Arnsberger Wald und entlang der Möhne. Rüthens ländlicher Charakter zeigt sich in ausgedehnten Feldern und Offenlandschaften, die das Bild der Hellwegbörden prägen. Die Stadt verbindet damit ihre mittelalterliche Vergangenheit mit einer von Landwirtschaft und Natur geprägten Gegenwart.