Saint-Brisson liegt im Herzen des Morvan, einer waldreichen Hügellandschaft im Département Nièvre. Der Ort erstreckt sich am Oberlauf der Cure, die hier noch ein schmales, gewundenes Tal bildet, und grenzt direkt an das benachbarte Département Côte-d’Or. Umgeben von dichten Wäldern und sanften Hügeln ist die Gemeinde Teil des Regionalen Naturparks Morvan, der für seine unberührte Natur bekannt ist. Die nächsten größeren Orte sind im Osten Champeau-en-Morvan und im Süden Gouloux, während Dun-les-Places im Westen die Landschaft prägt.
Die erste Erwähnung des Ortes geht auf das Mittelalter zurück, doch seine heutige Bedeutung erhielt Saint-Brisson vor allem als administratives Zentrum des Morvan. Im 17. Jahrhundert entstand die Kirche Saint-Brice, die bis heute das Ortsbild prägt. Im 20. Jahrhundert wurde der Ort durch den Widerstand gegen die deutsche Besatzung während des Zweiten Weltkriegs bekannt, wovon das Widerstandsmuseum des Morvan zeugt. Die Bewohner lebten lange von der Forstwirtschaft und kleinen Handwerksbetrieben, bevor der Tourismus an Bedeutung gewann.
Besonders sehenswert sind die megalithischen Denkmäler wie der Dolmen von Chevresse und der Pseudodolmen, die auf eine frühe Besiedlung hinweisen. Die Kirche Saint-Brice mit ihrer schlichten Architektur aus dem 17. Jahrhundert lädt zur Besichtigung ein. Das Maison du Parc, das Verwaltungsgebäude des Naturparks, bietet Ausstellungen zur regionalen Kultur und Natur und ist von einem idyllischen Garten umgeben. Die Gemeinde ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen durch den Morvan und zieht Besucher an, die Ruhe und unberührte Landschaften suchen.