Hellenthal liegt in der Eifel und ist Teil des Kreises Euskirchen in Nordrhein-Westfalen. Die Gemeinde grenzt an Belgien und Rheinland-Pfalz und umfasst den südlichsten Punkt des Bundeslandes. Der Weiße Stein nahe Udenbreth ist mit über 690 Metern der höchste Punkt der Region. Wälder bedecken mehr als die Hälfte des Gemeindegebiets, während ein Drittel landwirtschaftlich genutzt wird.
Der Name Hellenthal geht auf eine Urkunde aus dem Jahr 1260 zurück und bedeutet „tönendes Tal“. Früher prägten Eisenverarbeitung und die besondere Akustik des Tales den Ort. Nach der französischen Besetzung Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Region neu geordnet und später Teil Preußens. Im Zweiten Weltkrieg verlief hier die Westfront, als die deutsche Ardennenoffensive scheiterte. 1969 wurden mehrere umliegende Dörfer eingemeindet.
Bekannt ist Hellenthal für seine Oleftalsperre, das Wildgehege mit Greifvogelstation und das Besucherbergwerk Grube Wohlfahrt. In Losheim locken Modellbahnausstellungen und Krippenpräsentationen Besucher an. Reste des Westwalls, Wintersportmöglichkeiten in Udenbreth und Hollerath sowie Radwege wie die Eifel-Höhen-Route prägen das Bild. Persönlichkeiten wie der Indologe Willibald Kirfel oder der Weihbischof Karl Reger stammen aus der Gemeinde.