Ense liegt im Norden des Sauerlandes und am Rand der fruchtbaren Soester Börde. Der Haarstrang durchzieht das Gebiet von West nach Ost und trennt die höher gelegenen Teile im Süden von den tieferen Lagen im Norden, die zur Lippe hin abfallen. Hier fließen Bäche wie der Röllingser Grundbach, während im Süden die Ruhr und ihre Nebenflüsse Möhne und Bremer Bach das Landschaftsbild prägen. Der höchste Punkt ist der Fürstenberg mit etwa 277 Metern, der niedrigste liegt bei 121 Metern am Röllingser Grundbach.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Steinzeit zurück, wie Funde in Gräberfeldern und Hügelgräbern belegen. Im Mittelalter entwickelte sich die Region durch Handelswege wie den Haarweg und Hellweg zu einem wichtigen Durchzugsgebiet. Burgen wie die Oldenburg und der Fürstenberg zeugen von der strategischen Bedeutung des Gebiets, während die Burg Waterlappe und das Wasserschloss Neu-Fürstenberg später entstanden. Die Ersterwähnung des Ortsteils Bremen fällt in die Zeit zwischen 1081 und 1089, der Name Ense selbst taucht bereits 1207 auf.
Heute ist Ense vor allem durch seine ländliche Prägung und historische Stätten bekannt. Die Gemeinde besteht aus 14 ehemaligen Gemeinden, die 1969 zusammengeschlossen wurden. Landwirtschaftliche Flächen und Wälder dominieren das Bild, während Gewässer wie die Ruhr und die Möhne die Landschaft gliedern. Die Burgruinen und Adelssitze erinnern an die bewegte Geschichte der Region, die von Burgenkämpfen und kriegerischen Auseinandersetzungen geprägt war.