Eschweiler liegt im westlichen Rheinland, eingebettet zwischen der Eifel und der Jülich-Zülpicher Börde. Die Stadt erstreckt sich am Nordhang der Eifel und grenzt an den Kreis Düren. Das Gelände steigt von 94 Metern an der Inde bis auf 266 Meter im Süden an, wo es an Stolberg angrenzt. Durch das Zentrum fließt die Inde, die das Stadtbild prägt und sieben Stadtteile verbindet. Im Norden prägen landwirtschaftliche Flächen und der Blausteinsee das Bild, während im Süden bewaldete Gebiete wie der Propsteier Wald und ehemalige Bergbauhalden wie die Halde Nierche zu finden sind.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 828, als Eschweiler als karolingisches Königsgut „Ascvilare“ bezeichnet wurde. Im Mittelalter entstanden Rodungsorte wie Bergrath und Hastenrath, die zur Entwicklung der Region beitrugen. Über Jahrhunderte prägte der Bergbau die Stadt, bis ins 20. Jahrhundert hinein. Später wurde Eschweiler durch Eingemeindungen wie Dürwiß und Weisweiler zu seiner heutigen Form erweitert.
Heute ist Eschweiler bekannt für seine kulturellen Einrichtungen und als Karnevalshochburg. Die Stadt beherbergt eines der größten Krankenhäuser der Region und lockt mit Sehenswürdigkeiten wie Burgen, Herrenhäusern und den renaturierten Inde-Auen. Der Blausteinsee, ein künstlich angelegtes Gewässer aus der Zeit des Braunkohletagebaus, ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Die historische Bedeutung zeigt sich auch in den zahlreichen Funden aus der Kelten- und Römerzeit, die auf eine lange Besiedlungsgeschichte hinweisen.