Simmerath liegt in der Rureifel im Regierungsbezirk Köln und gehört zur Städteregion Aachen. Das Gemeindegebiet erstreckt sich rund um den Kernort und reicht bis zur Rurtalsperre im Osten, zur belgischen Grenze im Westen und zum Raum Monschau im Süden. Höchster Punkt ist der Langschoß mit 583 Metern im Ortsteil Lammersdorf. Teile des Gebiets liegen seit 2004 im Nationalpark Eifel.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung stammen aus der Römerzeit, doch schriftliche Quellen nennen erst im 14. Jahrhundert einen „Hof zo Semmenrode“. Lange gehörte der Ort zur Herrschaft der Grafen von Monschau, bis er 1433 an das Herzogtum Jülich fiel. Nach der französischen Besatzung zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam Simmerath zu Preußen. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Gemeinde durch die Ardennenoffensive schwer getroffen. Die heutige Gemeinde entstand 1972 durch die Eingliederung mehrerer Orte.
Bekannt ist Simmerath für seine historische Johanneskapelle aus dem 17. Jahrhundert, die wegen des Baus einer Straße versetzt werden musste. Das Rathaus von 1975 prägt mit seiner achteckigen Brunnenanlage das Ortsbild. In den Ortsteilen finden sich weitere Sehenswürdigkeiten wie das Bauernmuseum Lammersdorf oder das Nationalpark-Tor Rurberg. Die Gemeinde bewahrt auch Spuren des Westwalls und beherbergt eine seltene Population des Blauschillernden Feuerfalters.