Lermoos liegt im äußersten Westen Tirols, eingebettet zwischen den Lechtaler Alpen, den Ammergauer Alpen und dem Wettersteingebirge. Die Gemeinde erstreckt sich über eine Fläche von rund 56 Quadratkilometern, wobei Wälder den Großteil ausmachen und nur ein kleiner Teil besiedelt ist. Im Zentrum des Ortes fließt die Loisach durch das ehemalige Sumpfgebiet des Lermooser Mooses, das dem Ort seinen Namen gab.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Lermoos im späten 11. Jahrhundert als „Larinmos“ in einer Grenzbeschreibung des Hochstifts Freising. Schon in der Römerzeit verlief hier die wichtige Via Claudia Augusta, die Norditalien mit dem Norden verband. Im Mittelalter profitierte der Ort von seiner Lage an dieser Handelsroute, etwa durch ein Warenzwischenlager und einen Salzstadel, der später durch ein neues Gebäude ersetzt wurde. Die wirtschaftliche Blüte zeigte sich auch in einer Poststation und einem Spital aus dem 16. Jahrhundert, doch mit dem Aufkommen neuer Verkehrswege verlor Lermoos an Bedeutung.
Heute ist Lermoos vor allem als Tourismusort bekannt, der jährlich Hunderttausende Übernachtungen verzeichnet. Das eigene Skigebiet Grubigstein und die Zugehörigkeit zur Tiroler Zugspitz-Arena ziehen Gäste an. Historisch geprägt ist der Ort durch Bauwerke wie die Pfarrkirche St. Katharina und den wiederaufgebauten Salzstadel. Persönlichkeiten wie der Skirennläufer Walter Schuster oder der Unternehmer Gernot Langes-Swarovski verbinden sich mit Lermoos, das auch durch berühmte Besucher wie Goethe oder Christoph Probst in Erinnerung bleibt.