Mettmann liegt im Niederbergischen Land, etwa 15 Kilometer östlich von Düsseldorf, auf den ersten Höhen des rheinischen Schiefergebirges. Die Stadt erstreckt sich über ein Gebiet mit einem Höhenunterschied von 128 Metern: Der tiefste Punkt im Neandertal liegt bei 75 Metern, der höchste an der Grenze zu Wülfrath bei 203 Metern. Die Düssel durchfließt das Neandertal und bildet auf einigen Kilometern die Grenze zu Haan und Erkrath. Mit einer Bevölkerungsdichte von 911 Einwohnern pro Quadratkilometer gehört Mettmann zu den weniger dicht besiedelten Städten der Region.
Der Name der Stadt geht auf das Altniederfränkische oder Altsächsische zurück und bedeutet „Am mittleren Bach“. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 904, als ein Kaiserhof in Mettmann erwähnt wurde. Im 14. Jahrhundert war Mettmann Sitz eines bergischen Amtes und erhielt eine Stadtmauer, von der noch heute Teile erhalten sind. 1424 wurde Mettmann zur Freiheit erhoben und erhielt damit besondere Rechte, die dem Ort wirtschaftlichen Aufschwung brachten. Im 17. Jahrhundert zählte das Amt zu den wohlhabenderen der Region.
Mettmann ist vor allem durch das Neandertal weltberühmt, wo 1856 die Knochen des Neanderthalers gefunden wurden. Die Stadt trägt daher den Beinamen Neanderthal-Stadt. Historisch bedeutsam sind die erhaltenen Abschnitte der mittelalterlichen Stadtmauer. Ein Mahnmal am Lavalplatz erinnert an die Opfer der NS-Zeit, die in der Villa Koburg gefoltert wurden. Die Stadt ist Teil der Metropolregion Rhein-Ruhr und liegt eingebettet in eine von Landwirtschaft geprägte Landschaft mit Bauernhöfen.